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Hallo Joachim,


das siehst du vollkommen richtig, Zylinderrollenlager halten länger und können größere Lasten ertragen. Nachteil ist das sie im Gegensatz zu Rillenkugellagern keine radialen Kräfte aufnehmen können, sondern nur Axiale Kräfte, das stört bei der Vorderachse aber nicht, weil du ja die beiden Gleitlagerbuchsen hast, die verhindern ja schon eine radiale Verschiebung. Lässt sich auch einfach erklären: Rillenkugellager im Regelfall Punktberührung, Zylinderrollenlager Linienberührung, also eine geringe Flächenpressung. Entscheident für die Lebensdauer ist die dyn. Tragzahl Cdyn, die Drehzahl n und die Lagerbelastung P. Zur Berechnung nimmt man die L10 /L10 h Formel, so wie im SKF-Tool auch. Der Lebensdauerexponent p für Rollenlager:

p = 10/3 für Kugellager: p = 3

hier von INA mal was zur L10 Formel: http://medias.schaeffler.de/medias/de!hp.tg.cat/tg_hr*ST4_102027403



Diese L10h Formel ist zwar eher für Lager die wirklich ständig drehen gedacht und nicht für quasi ständig statisch arbeitende Lager, aber mit 20 u/min habt ihr ja auch tief angesetzt. Die Formel ist zum Beispiel dafür geeignet, Lager so auszulegen, dass sie nach der Garantie kaputt gehen und wird auch leider oft nur so ausgelegt;) Mit den errechneten Betriebsstunden kannst du dir ja mit zum Beispiel mit abgelesenen 100 Mh/Jahr ausrechnen wieviele Jahre die dann halten:)


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